Investive Maßnahmen: Energetische Gebäudesanierung und Energieeffizienzmaßnahmen in Unternehmen
Mit Blick auf den Markt für energetische Gebäudesanierungen können folgende allgemeine Eckdaten angeführt werden, um einen groben Eindruck über das bestehende Marktpotenzial zu vermitteln:
Der gesamte Gebäudebestand in Deutschland umfasst ca. 17,3 Mio. Wohngebäude mit etwa 39 Mio. Wohneinheiten, von denen rund 75 % vor 1978 und damit vor Inkrafttreten der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet wurden. Dazu kommen ca. 1,5 Mio. Nichtwohngebäude, davon im öffentlichen Bereich allein ungefähr 40.000 Schulen, etwa 48.000 Kindergärten, Kindertagesstätten und Krippen sowie mehrere zehntausend Schulturnhallen.
Über die Hälfte dieser ca. 150.000 öffentlichen Gebäude ist energetisch sanierungsbedürftig, insbesondere Schulen aus den 1960er und 1970er Jahren. Insgesamt besteht im Gebäudebereich nach wie vor ein großes Energieeinspar- und damit auch Marktpotenzial im Bereich Heizwärme (Raumwärme und Warmwasserbereitung).
Vor diesem Hintergrund finden aktuell bereits erhebliche Anstrengungen zur Modernisierung des Gebäudebestands in Deutschland über energetische Gebäudesanierungen statt. Informationsdefizite über vorhandene Einsparpotenziale sowie Finanzierungshemmnisse von privaten und öffentlichen Gebäudeeigentümern verbunden mit zum Teil relativ langen Amortisationszeiten von bis zu zwanzig Jahren und länger führen jedoch dazu, dass häufig zusätzliche Anreize zur Hebung der vorhandenen Einsparpotenziale erforderlich sind.
Entsprechend bestehen bereits seit vielen Jahren verschiedene Möglichkeiten zur Inanspruchnahme finanzieller Förderung über eine Reihe von Förderprogrammen, insbesondere des Bundes. Nach Einschätzung eines Berichts der Internationalen Energieagentur (siehe Bereich „Download“) ist Deutschland bei den Energieeffizienzmaßnahmen im Gebäudebereich weiterhin führend.
Weiterführende Information zum Thema finden Sie in Kapitel 5.3.1 im 2. NEEAP.

