02.11.2001: 2. BAFA-Forum am 08.11.2001, Worms
Der Vormittag stand im Zeichen der Exportkontrolle. Im Schwerpunkt ging es um die Frage, was Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen tun müssen, um kritischen Know-how-Transfer im Zusammenhang mit Massenvernichtungswaffen und konventionellen Rüstungsprojekten in bestimmten Ländern zu verhindern. Die Notwendigkeit der Kontrolle von Ausfuhren sensitiver Waren, sowie von Software und Technologie stößt heute auf breite Einsicht. In Bezug auf sensitiven Know-how-Transfer, der einem Genehmigungsvorbehalt durch das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle unterliegt, ist hingegen noch erhebliche Aufklärungs- und Überzeugungsarbeit zu leisten. Präsident Dr. Wolfgang Danner: "Wir wollen an den Hochschulen, bei Forschungseinrichtungen und bei Unternehmen ein Bewusstsein, besser noch, ein Verantwortungsgefühl dafür wecken, dass Technologietransfer auf sensitiven Gebieten zum Beispiel auch in Form von Unterweisungen, bestimmten Dienstleistungen oder der Weitergabe von Know-how erfolgen kann."
Ergänzt wurde der Fachteil Exportkontrolle durch einen Workshop am Nachmittag, in dem Experten aus Verwaltung und Wirtschaft praktische Hilfestellungen zur Umsetzung der rechtlichen Anforderungen im Unternehmen oder in der Hochschule gaben.
Der zweite Teil des BAFA-Forums beschäftigte sich mit Fragen der Mittelstandsförderung, einem zentralen wirtschaftspolitischen Ziel der Bundesregierung. Ausführlich dargestellt wurde verschiedene Programme des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie (BMWi), die vom BAFA umgesetzt werden. Beim Schritt in die Selbstständigkeit gewährt das BAFA Basishilfen durch Zuschüsse zu Existenzgründungsberatungen und Schulungen. Die immer wichtiger werdenden Auslandsaktivitäten der kleinen und mittleren Unternehmen unterstützt das BAFA im Rahmen des BMWi-Auslandsmesseprogramms. Das Marktanreizprogramm zur Förderung Erneuerbarer Energien trägt nicht nur zu einer zukunftsfähigen und nachhaltigen Energieversorgung bei. Mit mehr als 200.000 bewilligten Anträgen seit Programmstart 1999 und jährlichen Auszahlungen in dreistelliger Millionenhöhe hat das Programm auch positive Auswirkungen auf das betreffende Handwerk.



