06.07.2001: Filmstatistik 2000
Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat auch für 2000 eine Filmstatistik erstellt. Grundlage für die Erhebung der Daten ist § 50a der Außenwirtschaftsverordnung (AWV). Danach müssen in Deutschland ansässige Firmen Zahlungen bzw. Einnahmen aufgrund von Lizenzverträgen mit ausländischen Unternehmen melden, die sich auf Spiel-, Kinder- und Jugendfilme mit einer Abspieldauer von mindestens 45 Minuten beziehen. Die zahlenmäßige Auswertung 2000 basiert auf Meldungen von 112 Filmfirmen.
Die Filmstatistik ist nach Art der Auswertungsrechte , das heißt nach TV-, Kino- oder Audio/Video-Rechten, bzw. jeder möglichen Kombination dieser Rechte, aufgeschlüsselt. Filmeinfuhr und Filmausfuhr sowie Filme deutschen- und Filme nichtdeutschen Ursprungs sind nach Auswertungsgebieten gegliedert. Ferner sind die einzelnen Lizenzgeber- bzw. Lizenznehmerländer aufgelistet.
Der Betrag der gezahlten Lizenzentgelte erhöhte sich von 1.327.897.662,- DM um 229.756.611,- DM auf 1.557.654.273,- DM im Kalenderjahr 2000. Der Erlös bei der Vergabe von Lizenzrechten nahm gegenüber 1999 um 32.539.224,- DM ab. Damit stieg das Handelsdefizit von 1.030.365.285,- DM um 262.295.835,- DM oder 25,46 % (- 8,56 %) auf 1.292.661.120,- DM.
Die Vergabe von Rechten an Filmen deutschen Ursprungs brachte den Erlös von 147.510.931,- DM (74.109.396,-), während für die Vergabe von Lizenzen an Filmen ausländischen Ursprungs insgesamt 117.482.222,- DM (223.422.981,-) erzielt wurden. Danach entfallen 55,67 % (24,9 %) der geleisteten Zahlungen auf die Erteilung von Lizenzen von Filmen deutschen Ursprungs an Gebietsfremde.
Das Medium "Fernsehen" spielt bei dem Erwerb von (Sende-) Rechten an Filmen eine beherrschende Rolle. So war das ausländische Fernsehen der Hauptbezieher von Rechten an 3.559 (3.115) Filmen deutschen Ursprungs mit einem Entgelt von 103.627.480,- DM (50.697.534,-). Das macht 70,25 % (68,4 %) der Gesamtsumme für Lizenzrechte an Filmen deutschen Ursprungs aus. Haupterwerber von Senderechten an Filmen aus dem Ausland war ebenfalls das Fernsehen.
Frankreich war mit einem Gesamtwert von 31.929.006,- DM (20.235.196,-) der Haupterwerber von Lizenzen an Filmen deutschen Ursprungs. In Deutschland wurden bei weitem die meisten Lizenzen für Filme mit Ursprung "USA" in einem Gesamtwert von 913.495.949,- DM (947.605.710,-) erworben, was im Verhältnis zu den anderen Lizenzgeberländern einen Anteil von 58,65 % (71,4 %) ergibt.
Die Filmstatistik 2000 steht unter „Wirtschaftsförderung-Statistik“ zum Download bereit und ist gedruckt kostenlos unter folgender Adresse zu erhalten:
Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA)
Referat 411
Frankfurter Straße 29 - 35
65760 Eschborn
Fax: 06196 908-442



