Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle

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Energieberatung

Eine fachlich qualifizierte Energieberatung spielt eine zentrale Bedeutung in der Wirkungskette der Energieeffizienz. Sie ist häufig Auslöser für ambitioniertere Effizienzmaßnahmen und trägt so wesentlich dazu bei, Energieeinsparungen zu erzielen.

Plakat mit einer Glühbirne auf einem Tisch und sechs Personen Quelle: © Fotolia.com/Syda Productions

Was ist Energieberatung

Eine Energieberatung ist eine Energiedienstleistung, die auf eine Steigerung der Energieeffizienz und/oder Energieeinsparung abzielt. Sie ist insbesondere durch einen kommunikativen Prozess gekennzeichnet, der auf individuelle Fragen und die Situation des Beratenen eingeht.

Energieberatung unterscheidet sich damit deutlich von reinen Informationsangeboten zu Energie(effizienz).

Im deutschen Energiedienstleistungsmarkt wird eine große Fülle unterschiedlicher Energieberatungen angeboten. Energieberatungen können beim Kunden, in einem Beratungsbüro oder telefonisch stattfinden; verschiedene Leistungsbausteinen (von der Bestandaufnahme bis zur Vorplanung) enthalten; mit weiteren (Energie-)Dienstleistungen verbunden sein und das Beratungsergebnis kann mündlich oder schriftlich erklärt werden.

Wichtiges Instrument in der Energiepolitik

Energieberatung ist integraler Bestandteil der Energieeffizienz- und Klimaschutzpolitik der Bundesregierung. Sie ist in den Bereichen Gebäude, Industrie und Gewerbe ein wesentliches Instrument zur Erreichung der Ziele des Energiekonzepts und damit auch der CO2-Einsparziele.

Die professionelle Informationsvermittlung steht an der strategisch wichtigen Schnittstelle zum Energieverbraucher. Für Endkunden ist meist auf den ersten Blick ohne einschlägige Kenntnisse nicht erkennbar, welche konkreten Effizienz- und Einsparpotenziale im Haushalt, Betrieb oder Gebäude bestehen. Es nicht einfach, abzuschätzen, mit welchen Kosten und welchem Nutzen Investitionen in Energieeffizienz verbunden sind und wie sie am besten finanziert oder gefördert werden können. Die Energieberatung unterstützt die Eigenkompetenz der Energieverbraucher zur Entscheidungsfindung und hilft, Fehlinvestitionen zu vermeiden.

Eine fachlich qualifizierte Energieberatung hat folglich eine zentrale Bedeutung in der Wirkungskette zur Steigerung der Energieeffizienz. Sie ist häufig Auslöser für ambitioniertere Effizienzmaßnahmen und trägt so wesentlich dazu bei, Energieeinsparungen zu erzielen.

Förderprogramme für Energieberatung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat in den vergangenen Jahren mehrere Förderprogramme für qualitativ hochwertige Energieberatungen aufgelegt. Die Bundesregierung fördert ein breites Spektrum von der Einstiegsberatung bis zur umfassenden, vertieften Schwachstellenanalyse, vom Stromsparen über die Gebäudesanierung bis zur Neustrukturierung von Produktionsprozessen in Unternehmen. Die Bundesstelle für Energieeffizienz unterstützt das BMWi bei der Konzeption, der Evaluierung und der Weiterentwicklung dieser Förderprogramme.

Qualitätssicherung in der geförderten Energieberatung

Das Vertrauen in die Kompetenz des Beraters und die Vertrauenswürdigkeit seiner Empfehlungen sind entscheidende Grundlagen für Akzeptanz und Erfolg der Energieberatung. In der geförderten Energieberatung erfolgt über die Energieeffizienz-Expertenliste des Bundes eine Qualitätssicherung. In die Liste dürfen sich nur Energieeffizienz-Experten eintragen, die über ausreichende fachliche Qualifikation (§ 21 Energieeinsparverordnung und entsprechende Zusatzqualifikationen) verfügen und die sich regelmäßig weiterbilden.

Neben der Qualitätssicherung dient die Energieeffizienz-Expertenliste privaten Verbrauchern dazu, einen qualifizierten Experten in ihrer Region zu finden

Energieaudits nach EDL-G

Seit 2015 sind Unternehmen, die keine kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) im Sinne der Empfehlung 2003/361/EG der Kommission vom 6. Mai 2003 sind, verpflichtet mindestens alle vier Jahre ein Energieaudit nach EDL-G durchzuführen.

Das Energieaudit ist ein wichtiges Instrument, um Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz und zur Reduzierung der Energiekosten festzustellen. Durch die Ermittlung, wo im Unternehmen wieviel Energie verbraucht wird, wird gleichzeitig erkennbar, an welchen Stellen Einsparpotenziale bestehen. Der wirtschaftliche Nutzen des Energieaudits ist daher nicht zu unterschätzen.

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle ist für die stichprobenhafte Überprüfung der Energieaudits sowie der Bereitstellung einer öffentlichen Liste von Personen, die über die erforderliche Qualifikation verfügen, um ein Energieaudit im Sinne von § 8 des EDL-G durchzuführen, verantwortlich. Die BfEE war sehr eng in die Erarbeitung entsprechender Merkblätter eingebunden.