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Energieeffizienz von Gebäuden

Ein ambitioniertes Ziel: nahezu klimaneutraler Gebäudebestand bis 2050 – Die Energieeffizienzstrategie Gebäude zeigt mögliche Lösungswege.

Mann im Anzug steht hinter Hologramm eines Gebäudes, in dem Effizienzklassen dargestellt sind Quelle: © iStock.com/GuidoVrola

Mit dem Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) und dem Aktionsprogramm Klimaschutz 2020 hat die Bundesregierung im Dezember 2014 ein umfassendes Maßnahmenpaket auf den Weg gebracht, um die Energie- und Klimaziele bis 2020 zu erfüllen. Im NAPE wurden auch die Eckpunkte der Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG) beschlossen.

Um die energie- und klimapolitischen Ziele der Bundesregierung zu erfüllen, kommt dem Gebäudebereich eine Schlüsselfunktion zu, da auf diesen rund 35 % des Endenergieverbrauchs in Deutschland und rund ein Drittel der Treibhausgasemissionen entfallen. Dazu hat sich die Bundesregierung das ambitionierte Ziel gesetzt, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Dies bedeutet, dass der Primärenergiebedarf in der Größenordnung um 80 % gegenüber dem Jahr 2008 gesenkt wird. Dafür muss der Energiebedarf für Wärme und Kälte durch Effizienzmaßnahmen noch deutlich reduziert und der Anteil erneuerbarer Energien an der Deckung des verbleibenden Bedarfs erheblich gesteigert werden. Diesem Zweck dient die Energieeffizienzstrategie Gebäude (ESG). Sie wurde im November 2015 veröffentlicht und umfasst sowohl Bestandsgebäude als auch Neubauten.

Die ESG ist das Strategiepapier für die Energiewende im Gebäudebereich, das neben den technischen und energetischen Aspekten auch erste Ansätze ökonomischer und perspektivisch gesellschaftspolitischer Belange des Gebäudebereichs im Blick hat. Darüber hinaus werden die übergreifenden energiepolitischen Aspekte, etwa Fragen der Interaktion von Strom-Wärme perspektivisch adressiert. Wichtige Elemente der ESG sind die Weiterentwicklung bereits bestehender Maßnahmen und die gezielte Einführung neuer Instrumente, um die Investitionsbereitschaft der Gebäudeeigentümer in energetische Gebäudesanierungen zu erhöhen.

Die Gebäudestrategie bildet den heutigen Stand des Wissens ab und kann daher nicht abschließend die Entwicklungen bis 2050 prognostizieren. Daher ist es wichtig, dass die ESG im Rahmen des Monitorings zur Energiewende dynamisch an neue Erkenntnisse – auch Sektorübergreifende – angepasst wird. Die Umsetzung der ESG wird durch einen Dialogprozess begleitet.

Energiewende Plattform Gebäude

Die Umsetzung der ESG wird von einem Dialogprozess begleitet. Den Rahmen dafür bildet insbesondere die Energiewende Plattform Gebäude, die im Juli 2014 eingerichtet wurde. Diese fördert den Austausch mit Akteuren aus Immobilienwirtschaft, Gewerbe, Industrie sowie der Verbraucherseite und der öffentlichen Hand, um die vielfältigen Potentiale des Gebäudesektors für die Energiewende zu diskutieren und weiterzuentwickeln.

Rolle der BfEE

Die Bundesstelle für Energieeffizienz unterstützt das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie im Gebäudebereich. Insbesondere liegen die Aufgaben in der Ausschreibung und Begleitung wissenschaftlicher Gutachten und der fachlichen Mitarbeit bei der Erarbeitung und Umsetzung der Gebäudestrategie. Die Bundesstelle für Energieeffizienz ist die Geschäftsstelle für die Energiewende Plattform Gebäude.

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